Japanisch

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Japanisch (jap. 日本語, Nihongo) ist die Amtssprache Japans. Sie wird von mehr als 120 Millionen Menschen weltweit gesprochen.[1]

Schriftsystem[Bearbeiten]

Bezeichnung Darstellung Erläuterung
Kanji
(mit Furigana)
たんてい
探偵
chinesische Schriftzeichen, in diesem Fall durch die Silben ta,n,te und i gelesen und mit Furigana versehen
Hiragana たんてい Silbenschriftzeichen zur Darstellung japanischer Wörter
Katakana タンテイ Silbenschriftzeichen zur Darstellung von Fremdwörtern

Das Besondere am Japanischen ist sein Schriftsystem, das aus drei Schrifttypen aufgebaut ist. Hier eine Übersicht über die Darstellungsmöglichkeiten am Beispielwort Detektiv (jap. Tantei):

Üblicherweise wird das Wort Detektiv in Kanji-Form geschrieben. Dies sind aus China stammende Bedeutungsschriftzeichen, von denen es in Japan mehrere tausend gibt. Das Wort Detektiv setzt sich so aus den beiden Schrittzeichen 探, was suchen bedeutet, und dem Schriftzeichen 偵, was auskundschaften bedeutet, zusammen. Unter Umständen werden als Lesehilfe die Furigana ergänzt. Bei Furigana handelt es sich um eine der anderen beiden Schriften, die der Lesung des Wortes entsprechen und über bzw. neben den Kanji stehen. Sie sind vor allem üblich, wenn ein Text auch von Kindern gelesen werden soll, so auch bei Mangas. Aber auch wenn Kanji seltener gebräuchlich sind, eine ungewöhnliche Lesung angewandt wird oder das Zielpublikum aus anderen Gründen die Lesung des Worts nicht erschließt, werden Furigana benutzt.

Die Silbenschrift Hiragana besteht aus 46 verschiedenen Schriftzeichen, die mit Anführungsstrichen und kleinen Kreisen an der rechten oberen Ecke zu weiteren Lauten variiert werden. So zum Beispiel beim は (HA), ば (BA) und ぱ (PA). Normalerweise wird die Schrift verwendet, wenn es kein Kanji gibt, oder das Kanji nicht bekannt ist. Auch variable Endungen von Wörtern werden normal in Hiragana geschrieben, so wie zum Beispiel die Zeitform am Ende eines Verbs.

Das englische Wort Yesterday wird durch Katakana dargestellt (イエスターデ: iesuta~de), Summer breeze hingegen durch Rōmaji

Genau wie die Hiragana, bestehen die Katakana auch aus 46 Schriftzeichen, die fast genau gleich angewendet werden. Normalerweise werden sie bei Fremdwörtern wie Alibi アリバイ (Aribī) oder ausländischen Namen wie Andre Camel アンドレ・キャメル (Andure・Kyameru) verwendet. Diese Wörter werden dann auch in der Regel so ausgesprochen, wie sie in japanischer Schrift geschrieben werden. So spricht Professor Agasa in Episode 477 die deutsche Zahl "acht" als ahato (アハト) aus.[2] Gelegentlich führt diese ungewöhnliche Schreibweise auch dazu, dass ausländische Namen nicht eindeutig ihrer originalen Schreibweise wiedererkannt werden. So wird zum Beispiel der Charakter Mike Nowood im Original マイク・ノーウッド (Miku Nōuddo) geschrieben. Dieser Name wird daraufhin im Manga als Nowood geschrieben und im Anime Norwood.

Auch wenn in der Regel gewisse Wörter mit Hiragana und gewisse Wörter mit Katakana geschrieben werden, nutzen einige Autoren die Katakana auch zu anderen Gelegenheiten. So werden sie manchmal genutzt, um Sätze, Wörter oder Buchstaben hervorzuheben.

Neben der Darstellung durch Katakana werden ausländische Wörter auch teilweise durch Rōmaji - die japanische Bezeichnung für Buchstaben des lateinischen Alphabets - dargestellt. Im Beispiel links aus Opening 20 wird diese doppelte Darstellungsmöglichkeit besonders gut deutlich.

Schreibweise und -richtung[Bearbeiten]

Dieser Brief aus Episode 7 ist im traditionellen Stil verfasst

Gewöhnlich werden die Wörter im Japanischen ohne Leerzeichen aneinandergereiht, auch Katakana werden in der Regel nicht von Hiragana bzw. Kanji getrennt. Leerzeichen werden höchstens gesetzt, um einen neuen Abschnitt zu markieren oder um Rōmaji abzugrenzen. Satzzeichen werden ebenso eher spärlich verwendet. Für einen ordentlichen Schreibstil ist darauf zu achten, dass jede Silbe in etwa den gleichen Platz einnimmt wie jede andere, die einzelnen Silben werden also in gleich große imaginäre Quadrate eingetragen.

Die traditionelle japanische Schreibrichtung geht von oben nach unten, wobei die nächste Spalte links zur vorhergehenden angefügt wird. Diese Schreibrichtung findet auch im Manga Anwendung. Für einen besseren Lesefluss werden Texte, in denen viele Rōmaji vorkommen, von links nach rechts abgedruckt, allerdings wird dies auch in Sachtexten und auf Hinweisschildern angewendet. Zeitungen verwenden beide Schreibrichtungen.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Nihongoressources - Englische Seite zur Einführung in die japanische Sprache. Enthält ein Japanisch-Englisches-Wörterbuch, Übersichtstabellen zu Hiragana sowie Katakana, einen Kanji-Führer sowie umfangreiches Material zum eigenständigen Üben.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. The Japanese Language. Zuletzt abgerufen am 1. August 2017.
  2. Detektiv ConanEpisode 477 ~ Neben der Katakana-Darstellung wird zur Darstellung der deutschen Zahl "acht" auch die Rōmaji-Variante gezeigt.