Episode 403 (Japan)

Aus ConanWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Achtung.png Achtung, dieser Artikel enthält Spoiler-Informationen!
Die in diesem Artikel dargestellten Informationen sind bisher noch nicht im deutschen Anime veröffentlicht worden. Überlege Dir bitte gut, ob Du Dir diesen Artikel ansehen oder die Seite hier verlassen möchtest.
402 Hōseki gōtō genkōhan (Kōhen)Episodenliste — 404 Fushigina tenshi no yakata (Kōhen)
Die rätselhafte Residenz der Engel (Teil 1)
Episode 403 ja.jpg
Allgemeine Informationen
Dauer ca. 25 Minuten
Im Manga nicht vorhanden (Filler)
Fall Filler-Fall 132
Japan
Episodennummer Episode 403
Titel 不思議な天使の館(前編)
Titel in Rōmaji Fushigina tenshi no yakata (Zenpen)
Übersetzter Titel Die rätselhafte Residenz der Engel (Teil 1)
Erstausstrahlung 20. Juni 2005
(Quote: 11,5 %)
Opening & Ending Opening 15 & Ending 21
Next Hint Himmelsrichtung

Fushigina tenshi no yakata (Zenpen) ist die 403. japanische Episode des Detektiv Conan-Animes. Übersetzt bedeutet der Titel so viel wie Die rätselhafte Residenz der Engel (Teil 1).

P Movie.svg Filler-Episode
Dieser Artikel behandelt eine Filler-Episode, die nicht auf einer Mangavorlage basiert.
Die Handlung wurde somit nicht von Gosho Aoyama entworfen.

Handlung[Bearbeiten]

Yuriko berichtet den Detective Boys von Tokeis Besuch

Das Erbe von Gozoshi Isegawa[Bearbeiten]

Yuriko Matsunaka, eine Schülerin auf der Teitan-Grundschule, bittet die Detective Boys, also Conan, Ai, Mitsuhiko, Ayumi sowie Genta, in einer Angelegenheit um ihre Mithilfe. Sie erzählt ihnen, dass ein Mann, der sich selbst Tokei[1] nennt, sie aufgesucht hat, um ihr anzubieten, das Erbe ihres verstorbenen Urgroßvaters Gozoshi Isegawa anzutreten. Isegawa war ein sehr erfolgreicher Spekulant, der sich mit seinen Geschäften an der Börse großen Reichtum sicherte. Mit seinen letzten Worten bat er seinen Geschäftsführer Tokei darum, sich um den Erbschaftsantritt seines Nachlasses zu kümmern. Dazu solle dieser zunächst Isegawas Ex-Frau und danach seinen Nachkommen nacheinander, und zwar dem Verwandtschaftsgrad[2] nach, ein Rätsel stellen, das innerhalb von 24 Stunden gelöst werden muss. Gelingt es der Person, das Rätsel rechtzeitig zu lösen, so solle diese den gesamten Nachlass erben, misslingt es ihr aber, verliert sie jedes Anrecht auf das Erbe.

Yuriko hat nun als 17. Erbin von Tokei das Angebot erhalten, sich dem Rätsel zu stellen. Da sie zunächst unentschlossen wirkte, schlug ihr Tokei vor, sich an die Detective Boys zu wenden, die ihr bei der Lösung des Rätsels helfen dürfen. Zudem redete er ihr zu, dass das Rätsel sie zur Residenz der Engel führen würde, in der sowohl ihr Urgroßvater Isegawa als auch ihre Mutter gelebt haben. Als Yuriko den Detective Boys ihr Anliegen mitgeteilt hat, erscheint unvermittelt Tokei auf dem Schulgelände und stellt sich den Detective Boys vor. Yuriko nimmt die Teilnahme an dem Rätsel schließlich an und die Detective Boys erklären sich bereit, zusammen mit ihr von Tokei zur Residenz der Engel gefahren zu werden, um sich dort gemeinsam dem Rätsel zu stellen.

Der Aufbau der Residenz der Engel[Bearbeiten]

Die Residenz mit den hoch aufragenden Statuen aus der Ferne

Die Residenz gliedert sich in fünf Gebäude. Den Mittelpunkt bildet das "Haus des wilden Bullen", in dem Yurikos Eltern gelebt haben. Es ist umgeben von den anderen vier Gebäuden, die nach den vier Himmelsrichtungen benannt und nach ihnen ausgerichtet sind. Vor jedem dieser vier Gebäude befindet sich eine auf einem hoch aufragenden Sockel aufgebaute Engelsstatue, die nach derselben Himmelsrichtung wie das entsprechende Gebäude benannt ist. So gibt es das Südgebäude, in dem Isegawa gestorben ist, und den dazugehörigen "Engel des Südens". Die Engelsstatuen tragen das Gesicht von Isegawas Ex-Frau, die ihn für einen anderen Mann verlassen hat. Auf den Sockeln befinden sich zudem Scheinwerfer, die sich bei Einbruch der Dunkelheit automatisch einschalten und so als Sicherheitssystem fungieren. Tokei erzählt, dass Yurikos Urgroßvater als einsamer Mensch gestorben ist, denn auch seine Kinder haben das Anwesen schon früh verlassen und haben sich selbst dann, wenn sie ihn besucht haben, nur mit ihm gestritten. Im Westgebäude hat Isegawa für gewöhnlich gearbeitet und im Nordgebäude wohnten seine Kinder und Angestellten. Ein Gegenstück zu den drei gut gepflegten Gebäuden bildet das Ostgebäude, das etwas heruntergekommen wirkt und zu dem Isegawa jeglichen Zutritt untersagt hat, ohne dabei Tokei einen Grund zu nennen. Außerdem befinden sich auf dem Gelände zahlreiche Statuen von Bullen, die symbolisch für Isegawas Erfolge an der Börse stehen[3], sowie eine Minotauros[4]-Statue.

Tokei verkündet im Esszimmer des Nordgebäudes das Rätsel

Das Rätsel um die Erbschaft[Bearbeiten]

Tokei führt die Kinder in das "Haus des wilden Bullen", in dem eine riesige Statue eines Bullen steht, und meint, dass sie zunächst zu Abend essen sollen, da es noch nicht Zeit für das Rätsel sei. Conan schlussfolgert daraus sogleich, dass Zeit bei der Lösung des Rätsels eine Rolle spielen müsse. Sie begeben sich also ins Nordgebäude, wo ihnen Tokei ein Abendmahl serviert. Um genau 21 Uhr verkündet er ihnen schließlich das Rätsel:

„Wenn das Horn des Bullen verschwindet und sein Schwanz zu seinem Kopf wird, steigt der Engel herab, um auf dem Horn zu spielen. Diese Melodie ist mein Schatz.“

Tokei verkündet Yuriko und den Detective Boys das Rätsel.

Während sich Mitsuhiko das Rätsel in sein Notizbuch überträgt, stellt Conan fest, dass sie folglich bis 21 Uhr des folgenden Tages Zeit haben, auf die Lösung zu kommen, die seiner Meinung nach einer der Bullen auf dem Gelände darstellt. Indessen warnt Tokei sie vor den zahlreichen Fallen, die Isegawa auf dem Gelände aufgestellt hat, und davor, dass es sehr leicht ist, sich auf dem Anwesen zu verirren. Danach zeigt er den Kindern ein für sie hergerichtetes Schlafzimmer im Nordgebäude und lässt sie dort allein. Ayumi, Ai, Genta und Mitsuhiko geben kurz darauf vor, ins Bad zu gehen, während sie dies in Wahrheit nur als Vorwand vor Yuriko und Conan benutzen, um das Gelände zu durchstreifen.

Eine Suche unter Beobachtung[Bearbeiten]

Ayumi und Ai gehen zusammen in das "Haus des wilden Bullen". Als Ai dort um die Bullenstatue herumläuft, fällt ihr auf, dass das Horn des Bullen nur dann nicht zu sehen ist, also gemäß dem Rätsel "verschwindet", wenn sie unterhalb des Kopfes der Statue steht. Da aus dem Fenster der Halle der "Engel des Westens" zu sehen ist, schlussfolgert Ayumi, dass dies der Engel sein muss, der "herabsteigt". Als die beiden weitergehen, betreten Mitsuhiko und Genta, die den Lösungsansatz der beiden mitgehört haben, die Halle. Mitsuhiko zieht in Erwägung, dass das Eintrittsverbot für das Ostgebäude nur ein Vorwand sein könnte und der "Schatz" sich in diesem befindet. Weil Genta allerdings auf die Bullenstatue klettert, begibt er sich alleine in das Ostgebäude. Dort entdeckt er einen steinernen Bullenkopf als Wanddekoration, der ihn, nachdem er ihn berührt, in einen Geheimgang befördert. Mitsuhiko findet sich nun in einem neuen Zimmer wieder. In diesem entdeckt er auf einem Kamin eine goldene Skulptur eines Bullen, der kein Horn hat. Während er die Skulptur und den Kamin untersucht, nähert sich ihm von hinten Tokei.

Währenddessen untersuchen Ayumi und Ai das Gelände um den "Engels des Westens". Schlagartig schleudert eine Person ein Messer in ihre Richtung, das sie nur knapp verfehlt und stattdessen in ein elektrisches Kraftfeld fliegt, welches die beiden dadurch bemerken.

Mitsuhiko entdeckt in dem Gang hinter dem Kamin ein Skelett

Mitsuhiko öffnet durch Abtasten an der Kaminwand eine weitere Geheimtür und findet hinter dieser einen Gang, in der eine bis auf die Knochen verweste Leiche liegt. Von der Angst gepackt, flüchtet er zurück durch den Kamin und stößt dort auf Tokei und Genta. Als Mitsuhiko von dem Skelett erzählt, meint Tokei, dass es sich dabei um einen unbekannten Dieb handeln müsse, der sich im Labyrinth verirrt hat und so dort gestorben ist.

In der Zwischenzeit hat Conan eine Zeichnung von dem Gelände erstellt. Yuriko meint, dass sie nicht schlafen könne und geht für einen kurzen Spaziergang nach draußen. Sie sucht das Bett ihres Urgroßvaters auf und ruft sich dessen Worte an Tokei in Erinnerung, nach denen er sich sehr einsam gefühlt hat, woraufhin sie zu weinen anfängt. Conan, der ihr unbemerkt folgen konnte und in das Zimmer späht, sieht, wie sich Tokei von hinten an sie heranschleicht. Dies veranlasst ihn dazu, den Raum zu betreten und Tokei improvisiert zu fragen, wo sich das Badezimmer befinde. Als er ihm die Richtung zeigt, nimmt Conan Yuriko an der Hand und flüchtet mit ihr aus dem Zimmer.

Die Lösung über Kanji und Erdzweige[Bearbeiten]

Am nächsten Morgen finden sich die Kinder zusammen. Genta stellt in Frage, ob Tokei zu trauen ist und Isegawa tatsächlich ein Erbe hinterlassen und sich dafür dieses Rätsel ausgedacht hat. Mitsuhiko unterstützt seine Bedenken und stellt fest, dass es merkwürdig sei, dass es keinerlei Hinweise auf die bisherigen 16 Teilnehmer gebe. Yurikos Gefühl sagt ihr aber, dass Tokei nicht gelogen hat. Conan vermutet, dass Tokei sämtliche Spuren vorheriger Teilnehmer wieder verwischt hat, damit allen Erben die gleichen Chancen zugestanden werden.

Mittlerweile ist sich Conan sicher, einen Ansatz für die Lösung des Rätsels zu haben. Mit dem Bullen ist im Rätsel nicht eine der Statuen gemeint, sondern vielmehr das Schriftzeichen für Bulle, also das Kanji 牛 (jap. ushi). Lässt man bei dem Schriftzeichen das "Horn", also die obere Spitze weg, so ergibt sich das Schriftzeichen für Mittag, 午 (jap. go), das gleichzeitig aber auch für das siebte Erdzweigzeichen[5] stehen kann.[6] Conan meint jedoch, dass die Lesung go mit der Bedeutung Mittag relevant ist, womit auf die Himmelsrichtung Süden, in der die Sonne zur Mittagszeit steht, hingewiesen werden solle. Also begeben sich die Kinder zum "Engel des Südens", wobei sie erneut von Tokei beobachtet werden. Ayumi warnt Conan vor dem Kraftfeld, das sie dort entdeckt haben, woraufhin Conan erwidert, dass es nun deaktiviert sein müsse.

Conan nimmt den Kristall aus dem Glas an sich
Unter den Detective Boys öffnet sich eine Falltür

Tatsächlich behält Conan mit seinen Annahmen recht und sie entdecken am Fußende des Sockels der Statue eine Geheimtür, die in das hohle Innere führt. In der Mitte des Hohlraums befindet sich ein Behälter aus Glas, der einen schwarzen Kristall enthält. Conan nimmt den Kristall an sich und meint, dass dieser essentiell für die Lösung des nächsten Rätselteils sei. Nachdem nun der erste Part, "Wenn das Horn des Bullen verschwindet", gelöst ist, spricht Conan die nachfolgende Passage, "und sein Schwanz zu seinem Kopf wird", an: Diese Passage soll so verstanden werden, dass die Zwölf Erdzweige umkehrt werden sollen, es wird also auf die entgegengesetzte Richtung von (Süden bzw. 180°) hingewiesen. So ergibt sich das Erdzweigzeichen (Norden bzw. 0°), der nächste Hinweis ist also beim "Engel des Nordens" zu suchen.

Plötzlich hören die Detective Boys Yuriko aufschreien. Es stellt sich heraus, dass Tokei sie aus dem Hohlraum herauszerrt und Conan wird sofort der Grund dafür klar. Bevor er jedoch alle ebenfalls zum Verlassen des Raumes auffordern kann, klappt der Boden unter ihren Füßen auseinander und die Detective Boys fallen in ein tiefes Loch. Dieser Mechanismus ist ausgelöst worden, da sie sich länger als eine Minute in dem Raum aufgehalten haben, während der sichere Aufenthalt dort nur um Punkt 12 Uhr gestattet ist, worauf das Kanji mit der Bedeutung Mittag hinweist.


Hint für Episode 404 (Japan):
Himmelsrichtung


Verschiedenes[Bearbeiten]

 Bilder: Episode 403 (Japan) – Sammlung von Bildern
  1. Das Wort Tokei (jap. 時計) ist Japanisch und bedeutet übersetzt Uhr. (Tokei kann auch mit anderen Kanji (徒刑) geschrieben werden, sodass es die Bedeutung Zwangsarbeit annimmt. In dieser Episode fragt Conan allerdings Yuriko, ob der Name Tokei von dem Wort Uhr komme, was sie bestätigt.)
  2. Der Verwandtschaftsgrad sagt aus, wie nah zwei Personen miteinander verwandt sind. Weitere Informationen sowie eine grafische Darstellung können auf dieser Seite (Wikipedia-Artikel "Verwandtschaftsbeziehung", Abschnitt "Grade der Verwandtschaft", Version vom 22.02.2011, 17:51 Uhr) eingesehen werden.
  3. Der Bulle steht an der Börse symbolisch für einen erfolgreichen Börsenmarkt und Aufschwung, also für dauerhaft steigende Kurse. Man spricht daher auch von einem Bullenmarkt (Wikipedia-Artikel "Bullen- und Bärenmarkt", Version vom 31.01.2011, 13:59 Uhr).
  4. Der Minotauros ist ein Wesen aus der griechischen Mythologie, das den Körper eines Menschen, aber den Kopf eines Stieres (Bulle und Stier sind Synonyme) hat und in ein Labyrinth gesperrt wurde. (Wikipedia-Artikel "Minotauros", Version vom 09.01.2011, 16:59 Uhr)
  5. Bei den "Zwölf Erdzweigen" handelt es sich um ein altes Nummerierungssystem aus China. Das Erdzweigzeichen entspricht der Himmelsrichtung Süden bzw. 180°. (Eine tabellarische Übersicht über die Erdzweige findet sich hier: Wikipedia-Artikel "Erdzweige", Version vom 04.03.2011, 12:46 Uhr)
  6. Für jedes Kanji gibt es zwei verschiedene Klassen von Lesungs- bzw. Aussprachemöglichkeiten:
    1. Zum einen die On-Lesung (jap. 音読み, Klang-Lesung; auch bezeichnet als sinojapanische Lesung), die sich an dem Klang des Schriftzeichens im Chinesischen orientiert. Das Kanji 午 wird mit der On-Lesung go ausgesprochen und nimmt damit die Bedeutung Mittag an. (Wikipedia Artikel zur On-Lesung, Version vom 21.10.2010, 22:15 Uhr)
    2. Zum anderen die Kun-Lesung (jap. 訓読み, Begriffs-Lesung; auch bezeichnet als japanische Lesung), die eine im Japanischen bereits verwendete Aussprache des Wortes verwendet. Unter Anwendung der Kun-Lesung wird das Kanji 午 uma ausgesprochen, womit es die Bedeutung des siebten Erdzweigzeichens annimmt. (Wikipedia-Artikel zur Kun-Lesung, Version vom 15.06.2010, 18:18 Uhr)

Auftritte[Bearbeiten]

Haupt- und Nebencharaktere Normale Charaktere Orte Gegenstände